KRC-Empfehlungen - Augenklinik Basel | YOUSEEBASEL
Youseebasel logo

Am Beginn der Erfolgsgeschichte der verschiedenen Augenlaser-Methoden gab es noch viele offene Fragen. Die Patientensicherheit und die erstklassige Ausbildung der ärztlichen Nutzer standen von Anfang an als wichtige Faktoren fest und sollten auch für die Zukunft bestmöglich umgesetzt werden. Unserem Lehrer und Mentor Prof. Dr. Dr. Seiler lag dies besonders am Herzen. Er ist einer der Gründer der KRC (Kommission Refraktive Chirurgie: http://www.aad.to/krc). Die KRC hat in Deutschland den allgemeinen Qualitätsstandard für die refraktive Chirurgie definiert und ist für die entsprechenden Leitlinien verantwortlich. Ihre detaillierten Standards für Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität sind bis heute wegweisend für erfolgreiche und sichere Augenlaser-Korrekturen. Erstmals erfolgte die Veröffentlichung im Juni 1995.

Es folgt ein Auszug aus den KRC-Richtlinien Stand Oktober 2016 zu den Verfahren LASIK und Femto-LASIK (https://www.aad.to/krc/qualit.pdf)

Laser in situ Keratomileusis (LASIK) und Femto-LASIK

Beschreibung: Bei der LASIK wird zunächst mit einem Mikrokeratom ("Hobel") eine ca. 0,1 - 0,15 mm dicke Lamelle der Hornhaut teilweise abgetrennt und wie ein Deckel umgeklappt. Bei der moderneren Form der LASIK, Femto-LASIK oder auch Laser-LASIK, ersetzt der Femtosekundenlaser das Mikrokeratom. Anschließend wird mittels des Excimer-Lasers das Innere der Hornhaut abgeschliffen, um die Fehlsichtigkeit auszugleichen. Danach wird die Hornhautlamelle wieder zurückgeklappt. Sie saugt sich von selbst fest und muss nicht angenäht werden.

Anwendungsbereich Myopiekorrektur bis -8 dpt, Astigmatismuskorrektur bis 5 dpt und Hyperopiekorrektur bis +3 dpt. Bei gleichzeitig bestehender Presbyopie auch als Monovision. Zur Ermittlung der Obergrenzen sind zusätzlich die Grenzwerte für den jeweils höchstbrechenden Hauptschnitt zu beachten (Bsp.: +3 sph mit -5 zyl bzw. -3 sph mit +5 zyl liegen im Anwendungsbereich, 0 sph mit +5 zyl bzw. +5 sph mit -5 zyl liegen außerhalb des Anwendungsbereichs).

Grenzbereich: Myopiekorrektur bis -10 dpt, Astigmatismuskorrektur bis 6 dpt, Hyperopiekorrektur bis +4 dpt. Zur Ermittlung der Obergrenzen sind zusätzlich die Grenzwerte für den jeweils höchstbrechenden Hauptschnitt zu beachten (Bsp.: +4 sph mit -6 zyl bzw. -4 sph mit +6 zyl liegen im Grenzbereich, 0 sph mit +6 zyl bzw. +6 sph mit -6 zyl liegen außerhalb des Grenzbereichs).

Nebenwirkungen: In den ersten Stunden nach LASIK bzw. Femto-LASIK ist das Sehvermögen reduziert und es bestehen mäßige Beschwerden. Grundsätzlich nimmt mit dem Umfang der erforderlichen Korrektur die Komplikationsrate zu. Mögliche Nebenwirkungen umfassen eine teilweise Rückbildung des Operationserfolges innerhalb der ersten Wochen und eine Verschlechterung der Sehvermögens bei Dämmerung und Nacht mit Wahrnehmung von Halos und Schattenbildern, insbesondere bei Patienten mit weiter Pupille. Des Weiteren kommt es häufig vorübergehend zu einer vermehrten Trockenheit der Augen. Beim Schneiden der Hornhautlamelle kann es in seltenen Fällen zu umschriebenen Epithelablösungen und Schnittfehlern kommen. Zarte Fältelungen des "Deckels" stellen sehr seltene Nebenwirkungen der frühen Wundheilung dar. Sehr seltene Nebenwirkungen sind sterile Entzündungsreaktionen im Rahmen der Wundheilung, eine Infektion mit starker Narbenbildung sowie eine Schwächung und Vorwölbung der Hornhaut (Keratektasie) mit deutlicher Herabsetzung des Sehvermögens.

Kontraindikationen: Präoperative Hornhautdicke unter 480 µm (bei Anwendung eine Femtosekundenlasers) bzw. unter 500 µm (bei Anwendung eines mechanischen Mikrokeratomes), Dicke des Hornhautstromas unter dem Flap nach Ablation unter 250µm auch nach Nachoperation, chronisch progressive Hornhauterkrankungen und forme fruste Keratokonus, Behandlungen unter dem 18. Lebensjahr, symptomatische Katarakt, Glaukom mit ausgeprägten Gesichtsfeldschäden und exsudative Makuladegeneration.

Qualitätssicherungsempfehlungen Refraktive Hornhautchirurgie (PRK, LASEK, Epi-LASIK, LASIK, Femto-LASIK, RELEX/FLEX/SMILE, AK, LRI, intracorneale Implantate)

1. Strukturqualität

1.1. Persönliche Qualifikation

Die Verfahren der refraktiven Hornhautchirurgie sind augenärztliche invasive operative Eingriffe, die einer besonderen Sachkenntnis bedürfen. Bei der Durchführung sind die allgemeinen Richtlinien der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung ambulanter Operationen einzuhalten.

  • Teilnahme an einem von der KRC anerkannten und in Zusammenarbeit mit der KRC durchgeführten theoretischen Kurs (Grundkurs und Aufbaukurs) Hospitation bei einem von der KRC anerkannten Trainer Durchführung der ersten operativen Eingriffe in Anwesenheit eines von der KRC anerkannten Trainers
  • Die Ausbildung gemäß 1.1. wird durch eine Bescheinigung der KRC bestätigt. Die Ausbildungsempfehlungen gemäß 1.1. gelten für alle Anwender, die namentlich auf die Anwenderliste aufgenommen werden wollen. Voraussetzung ist, dass der Antragsteller über die Anerkennung als Facharzt für Augenheilkunde verfügt.

1.2. Apparative Voraussetzung

  • Gemäß § 6 der "Unfallverhütungsvorschrift Laserstrahlung" ist die Benennung eines Laserschutzbeauftragten erforderlich (falls Laser eingesetzt werden).
  • Vor jeder Operation müssen sich die Anwender davon überzeugen, dass der ExcimerLaser und das verwendete Keratom bzw. der verwendete Femtosekundenlaser über die zum Einsatz erforderlichen Funktionen verfügen (falls Laser bzw. Keratome eingesetzt werden).

1.3. Räumliche Voraussetzungen

  • Der Behandlungsraum muss der "Unfallverhütungsvorschrift Laserstrahlung" entsprechen (falls Laser eingesetzt werden).
  • Die Mindestanforderungen an die bauliche, apparativ-technische und hygienische Ausstattung gemäß Anlage 1 der "Richtlinien der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung ambulanter Operationen" vom 13.4.1994 müssen erfüllt sein.

2. Prozessqualität

2.1. Patientenaufklärung

Jeder Anwender ist zu einer ausführlichen präoperativen Aufklärung des Patienten über den geplanten Eingriff verpflichtet. Die Indikationsstellung muss durch einen auf der KRC - Liste aufgenommenen Facharzt für Augenheilkunde erfolgen. Die Aufklärung kann ein Arzt vornehmen. Da es sich um hoch elektive Eingriffe handelt, müssen regelhaft sowohl die Indikationsstellung als auch die Aufklärung bereits vor dem OP-Tag erfolgen, um eine ausreichende Bedenkzeit zu gewährleisten.

2.2. Präoperative Diagnostik

Die präoperative Diagnostik muss durch einen auf der KRC - Liste aufgenommenen Facharzt für Augenheilkunde erfolgen. Präoperativ sind mindestens folgende Untersuchungen erforderlich und zu dokumentieren:

  • Untersuchung der Hornhauttopographie mittels computergestützter Videokeratoskopie
  • Prüfung der unkorrigierten und korrigierten Sehschärfe, ggf. nach Ausschaltung der Akkommodation (bei Hyperopie ist unterhalb des 45. Lebensjahres die Bestimmung der subjektiven Refraktion nach Ausschaltung der Akkommodation zwingend erforderlich)
  • Messung des Augeninnendruckes
  • Messung des mesopischen Pupillendurchmessers (0,05 - 50 Lux)
  • Messung der Aniseikonie bei Anisometropie sowie Bestimmung der Verträglichkeit der geplanten Korrektur durch Kontaktlinsen-Trageversuch
  • Untersuchung der vorderen und hinteren Augenabschnitte in medikamentöser Mydriasis
  • Messung der Hornhautdicke (Pachymetrie) mittels optischer Verfahren über einen zentralen Bereich von mindestens 6 mm
  • Ausschluss medizinischer Kontraindikationen

2.3. Postoperative Diagnostik (siehe auch 3.1.)

Postoperativ sind regelmäßige augenärztliche Kontrolluntersuchungen erforderlich und zu dokumentieren. Diese müssen mindestens umfassen:

  • Untersuchung der Hornhauttopographie mittels computergestützter Videokeratoskopie (mindestens einmal innerhalb der ersten 12 postoperativen Monate) Prüfung der unkorrigierten und korrigierten Sehschärfe
  • Messung des Augeninnendruckes
  • Untersuchung der vorderen und hinteren Augenabschnitte

Sind der Operateur und der nachbehandelnde Arzt nicht identisch, muss eine Kooperation für die Nachbehandlung gewährleistet sein.

2.4. Operativer Eingriff

Grundsätzlich sind folgende Mindestvoraussetzungen zu berücksichtigen:

  • Lokalanästhesie (Tropfanästhesie) Keratotomie bzw. Epithelentfernung unter aseptischen Bedingungen mit sterilen Instrumenten (Ausnahme: rein intrastromale AK mit dem Femtosekundenlaser)
  • Durchmesser der Zone voller Korrektur nicht unter 6 mm eine Hornhautrestdicke von 250 µm für das stromale Bett darf auch nach Nachbehandlung nicht unterschritten werden
  • Nachbehandlung mit Antibiotika - und steroidhaltigen Augentropfen mindestens über 5 Tage (Ausnahme: rein intrastromale AK mit dem Femtosekundenlaser)

3. Ergebnisqualität

3.1. Dokumentation

Zur Dokumentation des Behandlungsergebnisses sind mindestens die Befunde und Operationsdaten gemäß der unter 2.2. und 2.3. Untersuchungen festzuhalten.

3.2. Fortbildung

Eine regelmäßige Fortbildung ist erforderlich. Hierzu geeignet ist u.a. der Nachweis der Teilnahme an einem Aufbaukurs bzw. Fortgeschrittenenkurs der KRC pro Kalenderjahr.

4. Anwenderlisten

Alle Anwender, die die Voraussetzungen gemäß 4.1. erfüllen, werden auf Antrag namentlich in einer offiziellen Anwenderliste geführt. Die Anwender werden jeweils für die Dauer eines Kalenderjahres in der Liste geführt. Zur Verlängerung müssen bis 15.12. des Jahres die Anforderungen gemäß 4.2. unaufgefordert nachgewiesen werden. Die Wiederaufnahme ist jedoch für die Anwender, die einmal die Anforderungen gemäß 4.1. erfüllt haben und auf der Liste geführt wurden, innerhalb von 3 Jahren möglich. Nachgewiesen werden müssen lediglich die Voraussetzungen gemäß 4.2. Anwender, die länger als 3 Jahre nicht auf der Liste geführt wurden, müssen sämtliche Voraussetzungen gemäß 4.1 erneut nachweisen. Als Träger der Forschung und Lehre werden Universitäts-Augenkliniken auf Antrag des Klinikdirektors auf eine separate Liste der Universitäts-Augenkliniken ohne Nennung des Klinikarztes aufgenommen. Die Anwenderliste wird alle 3 Monate aktualisiert (31.3., 30.6., 30.9., 31.12.). Sie ist sowohl über die Geschäftsstelle des BVA als auch über die Homepage des BVA im Internet erhältlich.

4.1. Voraussetzungen zur Aufnahme in die Anwenderliste

  • Nachweis der Ausbildung gemäß 1.1. der Empfehlungen
  • Vorlage einer schriftlichen Erklärung, in der sich der Anwender zur Einhaltung der Qualitätssicherungsempfehlungen verpflichtet (Vordrucke über die KRC erhältlich)

4.2. Voraussetzungen zum Verbleib in der Anwenderliste

  • Teilnahme an einem Aufbaukurs bzw. Fortgeschrittenenkurs der KRC pro Kalenderjahr
  • Durchführung der Behandlungen gemäß 2.1 - 2.4. der Empfehlungen. Dies gilt auch für nachgeordnetes Personal sowie den Internetauftritt. Sollte dies offensichtlich nicht geschehen, wird der Anwender durch die KRC schriftlich um Stellungnahme gebeten. Falls innerhalb von 4 Wochen keine Reaktion erfolgt oder die Stellungnahme der KRC nicht genügt, erfolgt eine Abmahnung, die vom Anwender zu unterschreiben ist. Erfolgt dies nicht oder wird gegen die Abmahnung verstoßen, wird der Anwender ohne weitere Anhörung von der Liste gestrichen. Der Anwender wird hierüber durch die KRC informiert. Eine Neuaufnahme erfolgt frühestens nach drei Jahren und nur auf Antrag unter Nachweis aller Voraussetzungen gemäß 4.1.

4.3. Zertifikat

Nach Erfüllung der Voraussetzungen gemäß 4.1. bzw. 4.2. wird auf Antrag ein Zertifikat ausgestellt.

https://www.aad.to/krc/qualit.pdf

Ähnliche Artikel

Augenlasern (Trans-PRK)

Die Abkürzung PRK steht für das unaussprechliche Fremdwort photorefraktive Keratektomie und beschreibt das Abtragen von Hornhautgewebe (Keratektomie) mit dem Laser (photorefraktiv). Es wurde von Prof. Dr. Dr. Theo Seiler in Berlin entwickelt und erstmals 1986 am Menschen angewendet. Heutzutage wird allerdings nicht mehr die ursprüngliche Form der PRK angewendet, sondern in den allermeisten Fällen die modernere Trans-PRK. Der Unterschied besteht darin, dass bei der Trans-PRK auch die oberste Schichte des Auges (Epithel) mit dem Excimerlaser entfernt wird und nicht wie bei der PRK mechanisch mit einem Messer. Andere Akronyme für die berührungsfreie Operationstechnik zum Augenlasern sind cTEN, no-touch PRK, SmartSurf touch free PRK oder auch berührungsfreie PRK. Diese Namen wurden unter anderem auch aus marketing-technischen Gründen der einzelnen Laser-Hersteller entworfen, das Grundprinzip der Operation entspricht jedoch dem der Trans-PRK wie sie in der YOUSEEZÜRI durchgeführt wird. Nach derzeitiger wissenschaftlicher Datenlage gibt es keine signifikanten Unterschiede im Operationsergebnis der einzelnen Laser-Systeme, weshalb sich der teils deutlich höhere Preis der verschiedenen Angebote, unseres Erachtens nicht rechtfertigen lässt.

zur Artikeldetailseite

Augenlasern (LASIK, Femto-LASIK)

Um das Verfahren des Augenlaserns gut zu erklären, möchten wir zunächst auf ein paar Grundlagen rund um die Augenlaser-Korrektur eingehen. Das Auge ist ein komplexes optisches Sinnesorgan, das es uns ermöglicht visuelle Reize wahrzunehmen und zu verarbeiten. Am besten vergleichen kann man den Aufbau des Auges mit einer einfachen Kamera. Die Hornhaut ist die vordere Linse. Die Pupille ist in diesem Vergleich die Blende, die einen unterschiedlich starken Lichteinfall reguliert. Wie bei einem Film wird die Netzhaut der Augen belichtet und von Reizen getroffen, die von hier aus über die Sehbahn an die Sehzentren im Gehirn weitergegeben werden. Die eigentliche Linse des Auges wirkt bei diesem Vorgang wie die Linsen eines Kameraobjektivs. Durch die angeordneten Linsen werden im besten Fall die einfallenden Lichtstrahlen so gebrochen, dass sie gebündelt im Brennpunkt auf der Netzhaut ein stark verkleinertes, umgekehrtes Bild der Wirklichkeit entstehen lassen. Passen Abstände der Linsen und Brechkraft ideal zusammen ist dieses Bild sowohl von nahen Dingen als auch von Dingen, die mehr in der Ferne liegen, gestochen scharf. Kommt es zu Fehlern im Abstand oder in der Brechkraft spricht man von einer Fehlsichtigkeit.

zur Artikeldetailseite

Fehlsichtigkeit

Wenn Menschen in der Ferne, in der Nähe oder bei bestimmten Lichtverhältnissen nicht mehr scharf sehen können, Doppelbilder oder verschwommenes Sehen angeben, spricht man von einer Fehlsichtigkeit. Diesen Phänomenen können unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen. Häufig ist eine suboptimale Brechkraft des optischen Systems am Auge der Grund. Um eine Fehlsichtigkeit für den betroffenen Menschen auszugleichen, kommen seit langem Brillen und Kontaktlinsen zum Einsatz. Das menschliche Auge hat sich im Verlauf der Evolution zu einem komplexen Organ mit der Aufgabe der Aufnahme visueller Reize entwickelt. Am besten vergleichen kann man seinen Aufbau mit einer einfachen Kamera. Die Hornhaut ist die vordere Linse. Die Pupille ist in diesem Vergleich die Blende, die einen unterschiedlich starken Lichteinfall reguliert. Wie bei einem Film wird die Netzhaut der Augen belichtet und von Reizen getroffen, die von hier aus über die Sehbahn an die Sehzentren im Gehirn weitergegeben werden. Die eigentliche Linse des Auges wirkt bei diesem Vorgang wie die Linsen eines Kameraobjektivs.

zur Artikeldetailseite

Behandlungsab- lauf Augenlasern

YOUSEEZÜRI bietet allen, die sich für eine Augenlaser-OP interessieren, einen kostenlosen Augenlaser-Eignugstest, die Kurzuntersuchung an. Zuerst klären wir dabei ab wie gross dein Sehfehler an beiden Augen ist. Wir ermitteln deine tatsächliche Sehfähigkeit einzeln an jedem Auge mit Hilfe eines speziellen Geräts, dem Autorefraktor. In einem zweiten Schritt werden mithilfe einer rotierenden Kamera beide Augen mikrometergenau vermessen und eine Hornhauttopografie erstellt. Das kann man sich wie eine äusserst genaue 3D-Landkarte vorstellen. Anhand der gemessenen Hornhautform und Dicke kann sicher abgeschätzt werden, ob eine Augenlaserkorrektur bei dir durchgeführt werden kann oder ob bei dir, aufgrund einer spezielleren Ausgangsituation, ein anderes Verfahren für die Brillenfreiheit in Frage kommt. Die gesamte Untersuchung dauert ca. 15 Minuten, verursacht keinerlei Schmerzen und mit den Informationen, die du dann in Händen hältst, bist du einen grossen Schritt weiter auf dem Weg zum barrierefreien Sehen. Solltest du dich für eine Augenlaser-Operation in unserem Augenlaser-Zentrum entscheiden, vereinbaren wir einen Termin für eine ausführliche Voruntersuchung mit dir. Da eine Augenlaser-Operation einen chirurgischen Eingriff an der Oberfläche deines Auges darstellt, sind zur optimalen Durchführung und grösstmöglichen Sicherheit weitere Befunde nötig. Hier ist es wichtig mit grosser Sorgfalt vorzugehen, um die besten Voraussetzungen für den späteren Augenlaser-Eingriff zu schaffen. Deshalb nehmen wir uns für diese ausführliche Rundum-Untersuchung deiner Augen 80 min Zeit.

zur Artikeldetailseite

Augenlaser Komplikationen

Die modernen Augenlaser-Verfahren sind weltweit millionenfach eingesetzte Methoden zur dauerhaften Korrektur einer Fehlsichtigkeit. Je nach Vorbefund können nach einem Augenlaser-Eingriff über 90% der Behandelten dauerhaft auf eine Sehhilfe verzichten. Aber auch in der refraktiven Chirurgie muss man sich, wie bei allen medizinischen Verfahren bewusst sein, dass auch grösste Sorgfalt, die modernste Technologie und der erfahrenste Chirurg keine Erfolgsgarantie für einen Eingriff geben kann. Die Augenlaser-Operationen generell und die LASIK/Femto-LASIK-Lasermethoden im Besonderen sind äusserst sichere Eingriffe. In nur deutlich weniger als 1% der Fälle kommt es insgesamt beim Augenlasern zu Komplikationen, von denen die meisten vorübergehend sind. Viele dieser Fälle sind zudem Patienten, die noch andere Erkrankungen haben. Deshalb ist die ausführliche Voruntersuchung vor der Augenlaser-OP so immens wichtig. Hierbei können Risikopatienten erkannt und entsprechend beraten werden. Unser Servicepaket aus spezialisierten, erfahrenen Fachärzten, der Anwendung modernster Lasergeräte und einer sorgfältigen Patientenauswahl reduzieren das Risiko bei einer Augenlaser-Behandlung weiter. Die weitaus meisten Patienten sind vom Ergebnis des refraktiven Eingriffes beeindruckt und zufrieden.

zur Artikeldetailseite

Prof. Dr. Dr. Theo Seiler

Prof. Dr. Dr. Theo Seiler wurde am 12. Februar 1949 in Ravensburg (Deutschland) geboren und verlebte seine Kindheit in Schwaben. 1968 legte er in Ravensburg sein Abitur ab und nahm im gleichen Jahr ein Studium der Mathematik und Physik an der Universität Heidelberg auf. Er erhielt 1970 das Vordiplom in Physik und wechselte an die Freie Universität Berlin. Hier schloss er 1972 sein Studium als Diplom-Physiker ab. Anschliessend begann sein Medizinstudium. 1975 wurde er mit der Dissertation "Modulierte dynamische Kernspinpolarisation an Kernen kleineren gyromagnetischen Verhältnisses" an der Freien Universität Berlin zum Dr. rer. nat. promoviert und trat im Folgejahr zunächst in den Schuldienst als Lehrer für die Fächer Mathematik und Physik ein. Gleichzeitig setzte er sein Medizinstudium fort und legte 1981 das medizinische Staatsexamen in Berlin ab. 1982 wurde Herrn Seiler die Approbation als Arzt erteilt. Bereits seit 1981 Assistenzarzt an der Augenklinik der Freien Universität Berlin, wurde er dort 1982 zum Akademischen Rat ernannt und 1984 mit der Dissertation "Linearität der Tonometrie" zum Dr. med. mit summa cum laude promoviert. 1986 erwarb Prof. Dr. Dr. Seiler die Facharztanerkennung für Augenheilkunde und wurde zugleich zum Oberarzt an der Universitätsaugenklinik der Freien Universität Berlin und 1989 zum Stellvertretenden Leiter dieser Einrichtung ernannt. Mit der wissenschaftlichen Arbeit "Refraktive Hornhautchirurgie" habilitierte sich Seiler 1987 an der FU Berlin und erhielt 1989 die Ernennung zum Professor für Augenheilkunde.

zur Artikeldetailseite

Wir verwenden zur Gestaltung und fortlaufenden Verbesserung unserer Seite Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

OK